Resilienz: Dank Mindsetting?

Resilienztraining, Burnout verhindern, Stressursachen

1. Was ist Resilienz?

Die profane Bedeutung in wenigen Worten: Resilienz ist die Fähigkeit, in belastenden Situationen standhaft und stark zu bleiben, sich rasch von Rückschlägen zu erholen und andauernd positiv und effektiv zu handeln. Viele Menschen erliegen dem Glauben, resilient beziehungsweise widerstandsfähig zu sein, sei durch ein Verhaltenstraining zu erreichen. Resilienz ist vor allem eine innere Haltung: eine Haltung dem Leben, sich selbst und den Menschen gegenüber. Es geht somit darum, zu lernen, wie man dem begegnet, was da ist, statt diesen Umständen auszuweichen, sich zurück zu zeihen oder schwach zu reagieren.

2. Wo liegen die Wurzeln für fehlende Resilienz?

Burnout und Erschöpfung haben selbstverständlich verschiedene Ursachen:

  • fehlende angeborene Resilienzfaktoren wie Optimismus und den Glauben an eine positive Zukunft

  • tief verwurzelte Ängste

  • kognitive Überforderung bei der Arbeit oder in Beziehungen

  • usw.

3. Inwiefern spielt das Unterbewusstsein eine Rolle?

Die eigentliche Wurzel liegt indes viel tiefer: in unserem Unterbewusstsein. Dort haben familiäre Prägungen und Glaubenssätze eine Verhaltenskonditionierung einprogrammiert, die bei Stress eine Kaskade von körperlichen und mentalen Reaktionen auslösen, die uns immer tiefer in die Erschöpfung führen können. Glaubenssätze wie “Ich muss mich verausgaben, um Erfolg zu haben” entfalten irgendwann im Leben eine fatale Wirkung. Darum sollte in jedem Resilienztraining und jeder Burnout-Therapie immer auch dieser Aspekt berücksichtigt werden.

4. Ist es möglich, die eigene Resilienz zu erhöhen?

Um wirklich widerstandsfähig zu werden, braucht es eine Veränderung der inneren Haltung. Diese geschieht nicht von Heute auf Morgen. Zunächst müssen die eigentlichen Treiber gefunden werden, die einem in den chronischen Stress bis hin zur Erschöpfung geführt haben. Dann gilt es, diese zu verändern.

Wenn die Stressursache in der Arbeitsüberlastung liegt, dann braucht es zunächst einen inneren Dialog mit sich selbst, bei dem man sich gegenüber eingesteht, dass man sich in einem Hamsterrad befindet. Darauf könnte der äussere Dialog folgen, indem man mit dem Vorgesetzten das offene und ehrliche Gespräch nach Lösungen sucht.

Nun gilt es den dahinter liegenden Glaubenssatz - wie zum Beispiel “Ich muss mich verausgaben, um erfolgreich zu sein” - zu erkennen, zu akzeptieren und aufzulösen mit anerkannten Methoden aus der Psychologie. Ansonsten wird der Stressauslöser an einem anderen Ort seine schädliche Wirkung weiter entfalten.

Mindsetting oder Mentaltraining ist aus meiner Erfahrung als Coach essentiell, wenn man die wahren Ursachen für Stress bzw. Burnout von der Wurzel her verändern bzw. “heilen” will. Es bedarf allerdings einer vertieften Analyse, der auslösenden Überzeugungen und Glaubenssätze, um im neuronalen Netz tatsächlich Verhaltensänderungen im Leben eines Betroffenen anzustossen.

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